Evangelische Akademie
Römerberg 9, Frankfurt am Main
www.evangelische-akademie.de

Freitag, 29. September 2017

18:00 Ankunft - Anmeldung - Abendessen

19:00 Begrüßung und Einführung

19:15 Einstieg in Wort, Bild und Musik
Afrotopia. Afrikas Beitrag für die Zukunft der Menschheit

Prof. Felwine Sarr (Dakar / Senegal)
Ökonom, Autor von „Afrotopia“

Saliou Sarr (Dakar / Senegal)
Musiker und Filmemacher

20:15
Afrika des 21. Jahrhunderts, Souveränität,
Geopolitik des organisierten Chaos und Ausweg aus der Krise


Aziz Salmone Fall (Canada/Senegal/Ägypten)
Politikwissenschaftler

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21:15 Diskussion

Samstag, 30. September 2017

9:30 Einlass

10:00 Short talks
Von Afrika zu Afrika: Querblicke durch den Kontinent
und_oder Blicke von außen?


Joan Okitoi (Bonn / Kenia) im Gespräch mit:

Alhaji Allie Bangura (Darmstadt / Sierra Leone)

Abdou-Rahime Diallo (Potsdam / Guinea)

Victor Nzuzi (DR Kongo)

Saliou Sarr (Dakar / Senegal)

Ramata Soré (Burkina Faso)

Jerry Bedu-Addo (Heidelberg / Ghana)

11:30 Diskussion

13:00 Mittagspause

14:00 Workshops

1. Strategien regionaler Friedensförderung:
ECOWAS Intervention in Gambia

N.N. und Kalilu Banja (Geflüchteter aus Gambia)

2. Speak out! Women‘s Empowerment & Strategien lokaler Friedens- & Versöhnungsarbeit Nomarussia Bonase (Thokoza, East Rand / Südafrika)
National Coordinator der Khulumani Support Group
Trägerin des Anne-Klein-Frauenpreises 2017


The workshop will deal with taking action to prevent loss of life when communities resort to mob justice because they have been failed by the criminal justice system and by the political leadership. In these situations, very strategic interventions are needed to move people beyond violence that has been a feature of colonialism and apartheid, into a place where a future beyond and without violence can be modelled.
Secondly, we will talk about criminal justice alternatives in a rural area where traditional leaders bring often more helpful remedies to young people who commit crime and a story of how two young men who destroyed Khulumani's rural solar energy project, were reintegrated into the community which had first decided to banish them socially, but then determined to involve the one young man's grandmother as his social ecology, bringing a truly transformative solution to the community, to the young people and to the police.
Finally, we will hear the story of beginning a journey with white Afrikaners in whose name apartheid was theologically justified and their first steps into a collaboration with Khulumani in which their worldviews are turned upside down.

3. Perspektiven mit Start ups
Alhaji Allie Bangura (Darmstadt / Sierra Leone)
& André Lodama (Frankfurt am Main / DR Kongo)
Afro Deutsches Akademiker Netzwerkwerk ADAN e.V.


4. Klimawandel – wie geht Afrika damit um?
Judith Bemnet (Gießen) & Lizbeth-Makena Kiruai (Marburg / Kenia)
Afro Deutsches Akademiker Netzwerkwerk ADAN e.V.


5. Vergesst die Wallonen.
Nigeria und Tansania sind die wahren Champions des Widerstands gegen die EU-Handelspolitik

Input: Dr. Boniface Mabanza (Heidelberg /DR Kongo)
Leitung: Dr. Helga Rau


Als im Jahr 2016 die Wallonie die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens der EU mit Kanada (CETA) für ein paar Tage blockierten wurden ihre EinwohnerInnen in Europa im Allgemeinen und besonders in Deutschland als HeldInnen gefeiert. Bei den Verhandlungen um die Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Ländern Afrikas, der Karibik und des Pazifischen Raumes, die im Jahr 2002 begannen, haben sich zwei Länder durch einen konsequenten Widerstand besonders hervorgetan: Tansania und Nigeria. Dieser Workshop fragt danach, warum dieser Widerstand in Europa kaum wahrgenommen wurde, er wird analysieren welche Akteure hinter diesem Widerstand stehen und welche Argumente herangezogen werden, um ihn zu rechtfertigen. Hierfür werden in diesem Workshop Stimmen aus den Ländern selbst herangezogen.

6. Migration von Europa nach Afrika?
Europäer*innen in der Krise fliegen zu ihrem Rettungsort, Afrikaner*innen in der gleichen Lage durchlaufen eine Odyssee.

Paulino Miguel (Mosambik / Heidelberg)
Forum der Kulturen Stuttgart e.V.


"I decided to leave because I felt the situation in Europe was catastrophic," "It was a fresh start and the best decision I ever made ... ." Diese Worte stammen aus einem Interview mit BBC-News-Reportern mit einem Portugiesen, der im Jahr 2013 in der mosambikanischen Hauptstadt Maputo lebt.
Während in Europa über „die“ „ Flüchtlingskrise“ geredet wird, wird einer anderen Migrationsbewegung wenig Beachtung geschenkt: Migration von Europa nach Afrika.
Mit 17% war/ist die Arbeitslosigkeit in Portugal die höchste in der Eurozone. Die Krise und die Hilflosigkeit, sie vor Ort zu lösen, ermutigte Premierminister Pedro Passos Coelho im Jahre 2011, arbeitslosen Lehrer*innen u.a. zu empfehlen, in Angola und Mosambik Arbeit zu suchen. Tausende Portugiesen folgten diesem Rat, kehrten dem zu ungemütlich gewordenen Portugal den Rücken und wanderten nach Angola und Mosambik aus. Die Rücküberweisungen der „Euro-Krisen-Flüchtlinge“ aus den oben genannten Ländern sind beachtlich: im Jahre 2014 betrugen sie 257,4 Millionen Euro. Bis heute sind Rücküberweisungen aus den afrikanischen Ländern nach Portugal eine wichtige Stütze für das von der Eurokrise gebeutelte Land.

Der Workshop wird von Emmanuel Mbolela und Alexander Behr bereichert.
Emanuel Mbolela (Dordrecht / DR Kongo)
Autor & Flüchtlingsaktivist
Afrique Europe Interact

Mit „Mein Weg vom Kongo nach Europa – zwischen Widerstand, Flucht und Exil“ schreibt Emmanuel Mbolela in seiner autobiographischen Erzählung über seine politische Aktivität in der DRKongo und die brutale Repression staatlicher Sicherheitsorgane, die ihn in die Emigration zwingt. Er berichtet auf eindrückliche Weise von der Gewalt und Ausbeutung während der Flucht. Quer durch die Sahara gelangt er bis nach Marokko, wo er eine Organisation subsaharischer Geflüchteter mitbegründet.
Der Workshop zeigt, dass Menschen in der Not nur überleben wollen - egal wo - und keine Grenzen kennen. In Anbetracht der aktuellen Debatten auch in Deutschland muss es eine andere Auseinandersetzung mit dem Thema Migration geben.
Herzlich Willkommen zum Mitdiskutieren!


7. Bewusstseinsbildung made in Dakar
Saliou Sarr (Dakar / Senegal)
Aziz Salmone Fall (Canada/Senegal/Ägypten)

15:30 Pause

16:00 Vortrag
Als afrikanischer Unternehmer unterwegs in Afrika

David Mola (Duisburg / Kamerun)
MSS Mola Solar Systems Ltd. & Co.KG.

17:00 Wort zum Ende der Konferenz
Lizbeth-Makena Kiruai und André Lodama



Musikalische Begleitung der Konferenz:
Rahime Diallo, Saliou Sarr & W. Urbain N´Dakon

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